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Glossar

Stummfilme / Musiker

Mutter Krausens Fahrt ins Glück

[Phil Jutzi, D 1929]

nach Erzählungen und Zeichnungen von Heinrich Zille

Das elende Dasein der Berliner Proletarier, entstanden unter künstlerischer Beratung von Käthe Kollwitz, Hans Baluschek und Otto Nagel, mit Laienschauspielern an Originalschauplätzen gedreht:

Im Wedding, dem Arbeiterviertel Berlins, ist die sozialkritische Geschichte um Mutter Krause und ihre Familie angesiedelt. In ärmlichen Verhältnissen leben sie, ihre Tochter Erna und ihr Sohn Paul in einer kleinen Wohnung, die sie sich noch mit dem Schlafburschen, einem Ganoven, und dessen Braut Friede, einer Prostituierten, teilen müssen. Mutter Krause arbeitet als Zeitungsverkäuferin. Eines Tages lernt Erna auf dem Rummelplatz die Liebe ihres Lebens, den Bauarbeiters Max, kennen. Dadurch wird auch der Schlafbursche auf sie aufmerksam, aber dessen Annäherungsversuch weist Erna energisch zurück.

Als der Schlafbursche endlich Friede heiratet, wird in der kleinen Wohnung ein großes Fest gefeiert. Mutter Krause plagen aber ganz andere Sorgen: Ihr Sohn Paul hat 20 Mark aus ihrer Zeitungskasse gestohlen und mit seinen Kumpeln versoffen. Plötzlich wandelt sich die Stimmung: Der Schlafbursche behauptet Max gegenüber, er hätte etwas mit Erna gehabt, worauf Max wutentbrannt die Wohnung verlässt.

Die Ereignisse spitzen sich zu, als der Schlafbursche Paul überredet, bei einem Einbruch mitzumachen, damit er seiner Mutter das Geld zurückzahlen könne. Da Mutter Krause vom Zeitungsgroßhändler mit Gefängnis bedroht wird, macht Paul bei dem Verbrechen mit. Doch der Einbruch geht schief, der Schlafbursche und Paul werden verhaftet. Über dieses Unglück versinkt Mutter Krause in so tiefe Trauer, dass sie beschließt, ihrem Leben ein Ende zu machen. Langsam dreht sie den Gashahn auf ...

Quelle: filmportal.de

Bild: Stiftung deutsche Kinemathek, Museum für Film und Fernsehen Berlin

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