So haben Sie Stummfilme noch nie gehört...

STEPHAN GRAF VON BOTHMER
zu Gast im Zeughauskino Berlin, im Rahmen der Filmreihe "Weimar International"

So. 04.11.2018
15:00 Uhr

GRAF VON BOTHMER:
Zigano

Mantel- & Degenfilm

Stephan von Bothmers interpretiert Zigano mit seiner neue Live-Filmmusik so gekonnt, dass Spannung und Sensationen, wie auch Humor und Dramatik des Filmes den Zuschauer mitreißen.

Harry Piel war der Star des Weimarer Kinos. In Personalunion als Produzent, Autor, Regisseur und Darsteller arbeitete er an seinem eigenen Mythos und drehte unverwechselbare Detektivgeschichten und Sensationsfilme.

Mit dem in Italien gedrehten Kostümfilm „Zigano“ beschritt er Neuland. Die Handlung ist schnell umrissen: Der Bücherwurm Benito (Harry Piel) führt ein folgenschweres Doppelleben. Eigentlich wollte er an einem italienischen Fürstenhof zum großen Gelehrten reifen, stattdessen wird er aber durch einen dummen Zufall zum Räuberhauptmann. Als er dann zu allem Überfluss auch noch zum Polizeipräfekten ernannt wird und eine schöne Frau in sein Leben tritt, nehmen die komplizierten Verwicklungen ihren Lauf.

Piel orientiert sich in der Anlage der Geschichte unverkennbar an seinem großen Vorbild Douglas Fairbanks und dessen romantischem Heldentypus in „The Mark of Zorro“.

Vorprogramm:

  • Marionetten D 1922, 3‘ · 35mm
  • Der Gardasee D 1926, 8‘ · 35mm

Live-Filmmusik: Stephan v. Bothmer, Flügel | Komposition

So. 09.12.2018
18:00 Uhr

GRAF VON BOTHMER:
Seine Frau, die Unbekannte

Komödie

Was als Drama beginnt, wandelt sich zu einer listigen Komödie, die Stephan v. Bothmer mit seiner virtuosen Live-Filmmusik aufs Eindrucksvollste zu vertonen versteht.

Ein junger Engländer, dem eine Kriegsverletzung das Augenlicht geraubt hat, verliebt sich in seine Pflegerin. Sie heiraten, und das Glück der beiden scheint komplett zu sein, als er nach einer Operation in Amerika wieder sehen kann. Am Hafen wird er von seiner Frau, die er ja noch nie erblickt hat, freudig erwartet, doch im Überschwang verwechselt er sie und umarmt irrtümlich eine andere. Die Gattin ist schwer gekränkt. Sie fackelt nicht lange und zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus. Was als Drama beginnt, wandelt sich nun zu einer listigen Komödie: Willy Fritsch spielt hier seine erste große Hauptrolle und Lil Dagover seine so kluge wie verletzliche Ehefrau. Sie bringt ihm bei, dass es weniger auf die Augen als das Herz ankommt.

Die Presse war voll des Lobes für Seine Frau, die Unbekannte: „Ein reizendes Filmspiel! Ausgezeichnet im Filmischen. Schon das Manuskript von Benjamin Christensen, der ebenso geschickt Regie führte: einfach, voraussetzungslos, spannend! (…) Stets filmisch: Wie ‚sitzt‘ alles! Wie vortrefflich geschnitten! Wie vortrefflich der Zwischentext eingefügt! Wie witzig und leicht sind die Situationen in Bewegung aufgelöst.“ (Berliner Börsen-Courier, 21.10.1923)

Vorprogramm:

  • Er geht links, sie steigt nach D 1925, 6‘ · 35mm

Live-Filmmusik: Stephan v. Bothmer, Flügel | Komposition

Sa. 12.01.2019
20:00 Uhr

GRAF VON BOTHMER:
Nachtgestalten

Krimi

Düster und spannend vertont Stephan v. Bothmer diesen deutsch-britischen Krimi, der die gegensätzlichen Sphären einer glanzvollen Welt im Showbusiness des Londoner West End mit dem Elend, der Enge und der Ausweglosigkeit in den verrauchter Spelunken von Soho verknüpft.

Ein Millionär (Kurt Gerron) wird ermordet, der Verdacht fällt auf den Schlagerkomponisten Jimmy (Jack Trevor). Im Milieu der Straßenmädchen und Kriminellen findet er ein Versteck, doch der echte Mörder ist ihm auf den Fersen. Immerhin hat Jimmy einen Glücksengel: Polly, gespielt von der quecksilbrigen Mabel Poulton (1901-1994), einem der damals beliebtesten englischen Filmstars.

Wenn es am Ende zu einer atemberaubenden Schießerei zwischen dem Mörder Beck (Clifford McLaglen) und der Polizei kommt, zeigt sich das inszenatorische Geschickt des Regisseurs Hans Steinhoff, dem hier Josef von Sternbergs Underworld (1927) ebenso als Inspiration diente wie Fritz Langs Dr. Mabuse, der Spieler (1922).

Vorprogramm:

  • Schnipps Boxkampf in der Hölle D 1920, R: Georg Gemroth, 7‘ · 35mm
  • Impressionen vom alten Marseiller Hafen D 1929, R: László Moholy-Nagy, 12‘ · 35mm

Live-Filmmusik: , Flügel | Komposition
Einführung: Johannes von Moltke

Stephan Graf v. Bothmer

Der Pianist und Komponist füllt mit seinen spektakulären StummfilmKonzerten große Säle wie intime Theater auf fünf Kontinenten. Er trat auf dem Schleswig-Holstein Musik Festival ebenso auf, wie auf dem Berlinfestival im Flughafen Tempelhof nach Björg, Blur und den Pet Shop Boys.

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Ort:

Zeughauskino
Deutsches Historisches Museum
Unter den Linden 2
10117 Berlin

Der Eingang befindet sich an der Ostseite des Zeughauses, Zugang von der Spreeseite.

www.dhm.de/nc/zeughauskino

Eintritt:

Die Kinokasse öffnet eine Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung.
Für sämtliche angekündigte Vorstellungen können Tickets im Vorfeld an der Kinokasse gekauft werden. 

Reservierungen sind telefonisch zu den Öffnungszeiten der Kinokasse (Tel. +49 30 20 304-770) und wochentags von 10 bis 18 Uhr (Tel. +49 30 20 304-421) möglich.
Wir bitten darum, reservierte Tickets 10 Minuten vor Veranstaltungsbeginn abzuholen.

Der Kartenpreis setzt sich zusammen aus dem Eintritt für den Film (5,- Euro) und dem Eintritt für das Konzert. Sie können auch reine Hörplätze (ohne Sicht auf den Film) oder reine Filmplätze (ohne dass die Musik hörbar ist) buchen, obwohl das der eigentlichen Idee des Gesamtkunstwerkes widerspricht. Für diese Sondertickets schreiben Sie uns einfach eine Mail an - am besten mit Telefonnummer.

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